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Nachstehend finden Sie einen verkürzten Auszug aus dem HAPTUS-Glossar. Die Taschenbuchversion für die Seminarteilnehmer umfasst mehr als zweihundert Begriffserläuterungen und soll einen zusätzlichen Beitrag zur Verbesserung der fachkundigen Kommunikation mit den kaufmännischen Abteilungen leisten.

Finanzmanagement

Zielgerichtete Planung, Steuerung und Kontrolle aller betrieblichen Zahlungsströme.
  • Auszahlung

    Abgang liquider Mittel.
  • Budget

    Ein in monetären Größen formulierter Plan, dessen Einhaltung dazu beitragen soll, das übergeordnete Erfolgsziel des Unternehmens in einem definierten Zeitraum zu erreichen.
  • Eigenkapitalkosten

    Eigenkapitalkosten sind die für die Verzinsung des Eigenkapitals kalkulatorisch in Ansatz gebrachten Kosten. Sie entsprechen den Vergütungsansprüchen der Eigenkapitalgeber. Der Eigenkapitalkostensatz berechnet sich aus der Summe eines (quasi) risikolosen Basiszinssatzes und einer unternehmensindividuellen Risikoprämie.
  • Einzahlung

    Zugang liquider Mittel.
  • Factoring

    Verkauf von Forderungen an ein Finanzierungsinstitut (Factor) mit Übernahme des Ausfallrisiko (echtes Factoring) unter Abzug der Zinsen bis zur Fälligkeit und einer Factorgebühr für die Risikoübernahme und Verwaltungskosten.
  • Goldene Finanzierungsregel

    Sie fordert, dass die Dauer der Kapitalbindung im Vermögen nicht länger als die Dauer der Kapitalüberlassung sein soll. Langfristig gebundenes Vermögen sollte durch langfristiges Kapital, kurzfristig gebundenes Vermögen durch kurzfristiges Kapital gedeckt sein.
  • Kapitalbedarf

    Unter Kapitalbedarf, versteht man die insgesamt noch notwendigen finanziellen Mittel zur Erreichung unternehmerischer und investitionsorientierter Pläne in einer bestimmten Periode.
  • Kapitalflussrechnung

    Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Berichtsjahr durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
  • Leverage Effekt

    Der Leverage-Effekt beschreibt den Zusammenhang zwischen Eigenkapitalrendite und Verschuldungsgrad eines Unternehmens. Er besagt, dass die Eigenkapitalrendite mit steigender Verschuldung zunimmt, solange die Gesamtkapitalrendite größer als der Fremdkapitalzins ist.
  • Liquidität

    Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen termingetreu begleichen zu können.
  • Liquiditätsplan

    Systematische Aufstellung aller erwarteten Zahlungsein- und –ausgänge eines Unternehmens, die monats- oder quartalsweise saldiert Auskunft über die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) geben.

Investitionsrechnung

Mathematische Methoden zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit einzelner oder mehrerer Investitionsprojekte.
  • Amortisationsdauer

    Zeitraum, innerhalb dessen der in einer Investition gebundene Kapitaleinsatz zurückgeflossen ist.
  • Annuitätenmethode

    Im Rahmen der Annuitätenmethode wird der Kapitalwert einer Investition über die Nutzungsdauer in gleich hohe Beträge (Annuitäten) umgerechnet. Lohnend ist eine Investition dann, wenn beim unterstellten Kalkulationszins sich ein durchschnittlicher jährlicher Überschuss ergibt.
  • Barwert

    Unter Barwert versteht man den gegenwärtigen Wert einer künftigen Zahlungsreihe. Man erhält den Barwert durch Abzinsung der Zahlungsströme mit einem Kalkulationszins, der Ausdruck einer alternativ erreichbaren Verzinsung ist.
  • Interne Zinsfußmethode

    Hier wird jener Zinssatz/jene Rendite gesucht, bei dem der Barwert der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse genau dem Barwert der Investitionsauszahlung entspricht; somit der Kapitalwert gleich Null ist. Eine Investition ist vorteilhaft, wenn ihr interner Zinsfuß höher ist, als die von der Unternehmung vorgegebene Mindestverzinsung.
  • Kalkulationszins

    Zinssatz, der zur Abzinsung (Diskontierung) einer Zahlungsreihe auf einen Bezugszeitpunkt im Rahmen der Kapitalwertmethode herangezogen wird. Er spiegelt die Erwartungen des Investors bezüglich der zu erzielenden Mindestverzinsung – als Ausdruck der Verzinsung einer alternativen Kapitalverwendungsmöglichkeit - des einzusetzenden Kapitals wider.
  • Kapitalwert

    Der Kapitalwert einer Investition ist die Summe der Barwerte aller durch diese Investition verursachten Zahlungen.
  • Kapitalwertmethode

    Gängiges Verfahren der Investitionsrechnung. Eine Einzelinvestition ist dann vorteilhaft, wenn ein positiver Kapitalwert vorliegt. Bei einem Alternativvergleich ist es jene Investition mit dem größeren positiven Kapitalwert.
  • Kostenvergleichsrechnung

    Mit Hilfe der Kostenvergleichsrechnung werden die Kosten zweier oder mehrerer Investitionsalternativen gegenübergestellt.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss dient der Ermittlung des ausschüttbaren Gewinnes, der Rechenschaftslegung sowie als Grundlage für die Bemessung der Besteuerung. Zudem informiert er Externe über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmung.
  • Abschreibung

    Die rechnerische Erfassung von Wertminderungen abnutzbarer Vermögensgegenstände.
  • Aktiva

    Summe der in Geldwert dargestellten Vermögensgegenstände eines Unternehmens. Man unterscheidet zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen.
  • Anlagevermögen

    Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb der Unternehmung zu dienen.
  • Aufwand

    Aufwand ist der in Geldeinheiten ausgedrückte gesamte Werteverzehr für Güter und Dienstleistungen, der während einer Abrechnungsperiode in einem Unternehmen anfällt.
  • Bilanz

    Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva). Die Aktivseite spiegelt die Mittelverwendung, die Passivseite die Mittelherkunft wider.
  • Eigenkapital

    Das vom Unternehmer oder den Gesellschaftern in das Unternehmen eingebrachte Kapital, für das kein Anspruch auf eine feste Verzinsung oder Rückzahlung des Betrages besteht, dafür aber auf Beteiligung am Erfolg und am Liquidationserlös.
  • Ertrag

    Wert der erbrachten Leistung pro Periode.
  • Fremdkapital

    Die der Unternehmung aufgrund von Schuldverpflichtungen zu Gunsten externer Dritter für begrenzte Zeit überlassenen Mittel.
  • Gewinn- und Verlustrechnung

    Die GuV ist neben der Bilanz Bestandteil des Jahresabschlusses und ermittelt durch Saldierung der Erträge und Aufwendungen einer Periode den Jahresüberschuss als Periodenerfolg.
  • Passiva

    Mittelherkunftsseite der Bilanz.
  • Rückstellungen

    Verpflichtungen der Unternehmung, die dem Grunde und/oder der Höhe sowie dem Zeitpunkt nach noch nicht sicher feststehen.
  • Stille Reserven

    Teile des Eigenkapitals eines Unternehmens, die in der Bilanz nicht ausgewiesen sind. Stille Reserven entstehen durch Unterbewertung von Aktiva oder durch Überbewertung von Passiva.
  • Umlaufvermögen

    Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Insbesondere Vorräte, Forderungen und liquide Mittel.

Bilanzkennzahlen

Bilanzkennzahlen verdichten Informationen und dienen zur Kontrolle und Steuerung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Weitere, wertorientierte Spitzenkennzahlen finden Sie hier.
  • Cash Flow

    Indikator für die Innenfinanzierungs- und Ausschüttungsfähigkeit eines Unternehmens. Häufig (vereinfacht) indirekt durch Korrektur des Jahresüberschusses durch Hinzurechnung zahlungsunwirksamer Aufwendungen ermittelt.
  • EBIT

    Operatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Mit Hilfe des EBIT [Earning Before Interest an Tax] wird das Ergebnis somit unabhängig von der Finanzierungsstruktur und von steuerlichen Einflüssen dargestellt.
  • EBITDA

    Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte stellt ein Vorsteuerergebnis unter Vernachlässigung der Finanzierungsstruktur und der Abschreibungen dar.
  • Eigenkapitalquote

    Sie gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital wieder und dient zur Beurteilung der finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit des Unternehmens.
  • Eigenkapitalrentabilität

    Die Eigenkapitalrentabilität zeigt die Verzinsung des Eigenkapitals an. Sie wird berechnet, in dem man den Jahresüberschuss durch das Eigenkapital dividiert und das Ergebnis prozentual ausweist.
  • Gesamtkapitalrentabilität

    Unter Gesamtkapitalrentabilität versteht man die Leistungsfähigkeit des im Unternehmen eingebrachten Kapitals, sprich die Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
  • Nettofinanzverbindlichkeiten

    Alle verzinslichen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken) abzüglich der liquiden Mittel.
  • ROI

    Rentabilität (Verzinsung) des (betriebsnotwendigen) Kapitals.
  • Schuldendtilgungsdauer

    Sie gibt als absolute Größe (in Jahren) an, wie lange die Unternehmen bräuchte, um ihre Nettofinanzverbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft heraus zu tilgen.
  • Umsatzrentabilität

    Die Umsatzrentabilität gibt an, welchen prozentualen Anteil der Gewinn am Umsatz eines Unternehmens hat.
  • Verschuldungsgrad, statischer

    Der statische Verschuldungsgrad ist eine Kennzahl zur Analyse der Kapitalstruktur von Unternehmen und gibt das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital an. Grundsätzlich gilt, je niedriger die Relation ist, desto unabhängiger ist ein Unternehmen von einer Fremdfinanzierung.

Kostenrechnung

Die Kosten- und Erlösrechnung beschäftigt sich mit der systematischen Erfassung und Auswertung der innerhalb einer Abrechnungsperiode erzielten Erlöse (Leistungen) und entstandenen Kosten.
  • Break-Even-Analyse

    Die Break-Even-Analyse dient vor allem der Ermittlung jener Absatzmenge, bei der ein Anbieter gerade seine Kosten deckt. An diesem Punkt (Break-Even-Punkt) werden die Fixkosten von den durch den Verkauf erzielten Deckungsbeiträgen gerade abgedeckt.
  • Deckungsbeitrag

    Der Deckungsbeitrag ergibt sich als Differenz zwischen Erlösen und variablen Kosten. Ist er positiv, dann leistet er einen Beitrag zur Deckung der fixen Kosten.
  • Einzelkosten

    Einzelkosten (auch direkte Kosten genannt) sind Kosten, die sich bestimmten Kalkulationsobjekten (z. B. einem Produkt) direkt und verursachungsgerecht zuordnen lassen.
  • Erlöse

    Analog zum Begriff der Kosten versteht man unter Erlöse (auch: Betriebsertrag genannt) die bewertete sachzielbezogene Erstellung von Gütern und Dienstleistungen.
  • Gemeinkosten

    Gemeinkosten (auch indirekte Kosten) sind Kosten, die einer Bezugsgröße nicht direkt (verursachungsgerecht) zurechenbar sind.
  • Herstellkosten

    Die Herstellkosten sagen aus, was ein Produkt oder eine Dienstleistung kostet, wenn die Kosten aller Funktionen berücksichtigt werden, die an der Erstellung des Fertigprodukts beteiligt sind. Die proportionalen Herstellkosten, die auch Produktkosten genannt werden und sich aus den Materialeinzelkosten und den Fertigungseinzelkosten ergeben, sind zur Ermittlung des Deckungsbeitrags erforderlich.
  • Kalkulation

    Hauptgegenstand der Kalkulation (auch: Kostenträgerstückrechnung) ist die Ermittlung der Herstell- und Selbstkosten einzelner Leistungseinheiten (z.B. Produkte, Aufträge).
  • Kosten

    Kosten sind der bewertete Verzehr von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistungen sowie zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft erforderlich ist.
  • Kosten, fixe

    Kosten, die durch die Betriebsbereitschaft verursacht werden, zur Aufrechterhaltung betrieblicher Kapazitäten anfallen und sich nicht unmittelbar im Verhältnis zum Produktionsvolumen verändern.
  • Kosten, variable

    Unter variablen Kosten (auch: proportionale Kosten) versteht man Kosten, deren Höhe sich bei Variation einer Kosteneinflussgröße (zumeist Ausbringungsmenge) verändert.
  • Kostenstellenrechnung

    Im Rahmen der Kostenstellenrechnung werden die Gemeinkosten den Kostenstellen zugeordnet. Für die unterschiedlichen Kostenstellen lassen sich dann Zuschlagssätze ermitteln, die eine Verrechnung der Gemeinkosten auf die einzelnen Kostenträger ermöglichen.
  • Selbstkosten

    Unter Selbstkosten versteht man die durch die Herstellung und den Absatz eines Produkts insgesamt hervorgerufenen Kosten.
  • Teilkostenrechnung

    Unter Teilkostenrechnung versteht man eine Methodik zur Durchführung der Kostenrechnung, bei der eine Kostenauflösung in variable und fixe Kosten erfolgt; den Kostenträgern somit nur Teile der Kosten zugerechnet werden.
  • Vollkostenrechnung

    Bei der Vollkostenrechnung werden die gesamten Kosten der Abrechnungsperiode auf die Kostenträger verteilt. Problematisch ist hierbei stets die Verrechnung der Gemeinkosten.
  • Zuschlagskalkulation

    Das Grundprinzip der Zuschlagskalkulation besteht darin, den einzelnen Kostenträgern die Einzelkosten direkt zu belasten und die Gemeinkosten mit Hilfe prozentualer Zuschlagssätze zu verrechnen.

Strategisches Management

Bewusste Gestaltung des Unternehmens zur Begegnung und Ausnutzung von Umweltveränderungen, verbunden mit der Absicht, das langfristige Überleben des Unternehmens zu sichern.
  • Kernkompetenz

    Kernkompetenzen stellen die wesentlichen technischen, technologischen, vertrieblichen und organisatorischen Fähigkeiten dar.
  • Marktanteil

    Umsatz- bzw. mengenmäßiger Anteil des Unternehmens am betreffenden Gesamtmarkt.
  • Marktpotenzial

    Als Marktpotenzial wird die absolute Aufnahmefähigkeit des relevanten Marktes bezeichnet.
  • Marktvolumen

    Das Marktvolumen entspricht der Absatzmenge, die von allen Anbietern eines bestimmten Produktes in einem bestimmten Zeitraum auf einem bestimmten Markt abgesetzt wurde. Das Marktvolumen wird dabei in Mengen- oder Werteinheiten dargestellt.
  • Marktwachstumsstrategien

    Marktwachstumsstrategien beschreiben auf Geschäftsbereichsebene alternative Vorgehensweisen (marktorientiert) zu wachsen.
  • Produktlebenszyklus

    Abfolge der Phasen eines Produktes von seiner Entwicklung bis zum Ausscheiden aus dem Markt. Der Produktlebenszyklus wird gewöhnlich in 5 Phasen (Entwicklung, Markteinführung, Wachstum, Reife [Sättigung] und Degeneration) eingeteilt.
  • SWOT-Analyse

    Die SWOT-Analyse (engl. Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats) untersucht Chancen und Risiken, die sich aus der Umwelt des Unternehmens ergeben und führt sie mit den unternehmenseigenen Stärken und Schwächen zusammen. Auf ihrer Basis sollen Strategien/Maßnahmen abgeleitet werden, die den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen sollen.
  • Wettbewerbsstrategie

    Als Wettbewerbsstrategie werden Strategien auf Geschäftsfeldebene (Produkt-Markt-Kombinationen) verstanden, deren Ziel die Schaffung bzw. die Erhaltung von Wettbewerbsvorteilen ist.

Wertmanagement

Die wertorientierte Unternehmensführung zählt zu den zentralen aktuellen Managementtrends und Geschäftsphilosophien. Anstatt auf die althergebrachten Ziele wie Umsatz oder Gewinn, konzentriert sich die strategische Unternehmensführung auf die Steigerung von Unternehmenswerten.
  • Capital Employed

    Unter Capital employed versteht man das eingesetzte, dem Unternehmen verzinslich zur Verfügung gestellte Kapital.
  • Discounted Cash Flow [DCF]

    Mit Hilfe des DCF-Verfahrens wird der Wert eines Unternehmens durch Diskontierung der geplanten Free Cash Flows ermittelt. Bei der Bruttokapitalisierung (Entity-Methode) wird hierbei zweistufig vorgegangen. Im ersten Schritt wird von der tatsächlichen Finanzierungsstruktur abstrahierend der Gesamtwert des fiktiv als schuldenfrei unterstellten Unternehmens als Summe der Barwerte aller künftigen finanziellen Überschüsse (Free Cash Flows) bestimmt, wobei in aller Regel der WACC als Kalkulationszins herangezogen wird. Um zum Wert des Eigenkapitals des Unternehmens zu gelangen, wird im zweiten Schritt der Marktwert des Fremdkapitals vom Gesamtwert des schuldenfreien Unternehmens abgezogen.
  • Economic Value Added [EVA]

    Allgemein handelt es sich beim EVA um einen Residualgewinn, bei dem von einem modifizierten Geschäftsergebnis nach Steuern kalkulatorische Kapitalkosten abgezogen werden. Die kalkulatorischen Kapitalkosten ergeben sich durch Multiplikation des Geschäftsvermögens (Capital employed) mit dem durchschnittlichen Gesamtkapitalkostensatz, dem Weighted Average Cost of Capital (WACC).
  • Eigenkapitalkosten

    Eigenkapitalkosten sind die für die Verzinsung des Eigenkapitals kalkulatorisch in Ansatz gebrachten Kosten. Sie entsprechen den Vergütungsansprüchen der Eigenkapitalgeber. Der Eigenkapitalkostensatz berechnet sich aus der Summe eines (quasi) risikolosen Basiszinssatzes und einer unternehmensindividuellen Risikoprämie.
  • Free Cash Flow [FCF]

    Der Begriff wird in der Praxis oft als Differenz zwischen dem Geldfluss aus operativer Tätigkeit und dem Geldfluss aus Investitionstätigkeit definiert. Er stellt denjenigen Betrag dar, der nach Abzug der Investitionen vom operativen Cash Flow für Ausschüttung von Dividenden, Gewinnthesaurierung oder Zahlung von Zinsen und Tilgung übrig bleibt.
  • ROCE

    Rendite des im Unternehmen eingesetzten, verzinslich dem Unternehmen zur Verfügung gestellten Kapitals.
  • Shareholder Value

    Der Shareholder Value ist der Marktwert des Eigenkapitals bzw. der Unternehmenswert für die Eigenkapitalgeber. Er ergibt sich als Barwert aller zukünftigen Free Cash Flows des Unternehmens an die Eigenkapitalgeber (Equity-Konzept). Er wird anhand modernster Verfahren der Unternehmensbewertung berechnet und ist die primäre Zielgröße einer wertorientierten Unternehmensführung.
  • WACC

    Der Kapitalkostensatz (WACC) reflektiert die Verzinsungsansprüche der Eigen- und Fremdkapitalgeber; er wird daher als mit den jeweiligen Anteilen des Eigen- und Fremdkapitals gewichteter Mittelwert der Verzinsungsansprüche der Eigenkapital- und Fremdkapitalgeber bestimmt.
  • Working Capital

    Überhang des Umlaufvermögens eines Unternehmens über die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.
  • Working Capital Management

    Ziel eines Working Capital Managements ist, die Durchlaufzeit des im Umlaufvermögen gebundenen Kapitals so gering wie möglich zu halten. Die Attraktivität des Working Capital Managements beruht auf seiner Doppelwirkung: Eine Verringerung der Kapitalbindung setzt Liquidität frei und wirkt sich so unmittelbar auf die Finanzlage der Unternehmen aus. Gleichzeitig erhöht sich jedoch auch die Kapitalrentabilität, Bilanzstrukturen werden optimiert und Unternehmenskennzahlen verbessert.