Konzept & Ablauf
Konzept & Ablauf

Konzept

Die HAPTUS Unternehmensplanspiele basieren auf einer wissenschaftlich fundierten Lernarchitektur, die zentrale betriebswirtschaft­liche Zusammenhänge für nachhaltig unternehmerischen Erfolg haptisch erfahrbar macht. Die unternehmerische Erfolgsverant­wortung wird im eigenen Entscheiden unmittelbar erfahren, eingeübt und verinnerlicht.

Organisatorische Eckdaten

Wer zunächst prüfen möchte, ob ein HAPTUS Unternehmensplanspiel grundsätzlich zum eigenen organisa­torischen Rahmen passt, findet hier die wichtigsten Eckdaten im Überblick.

Dauer

2, 3 oder 4 Präsenztage

Teilnehmendenzahl

8–16 Personen

Spielgruppen

3–5 Teams

Einsatzlogik

Einzelseminar oder zertifizierte Planspielreihe (zwei aufeinander aufbauende Planspielmodule)

Format

Inhouse, in Präsenz, trainergeführt und auf Zielsetzung und Teilnehmendenkreis abgestimmt

Didaktischer Ablauf

Wechselspiel aus Planspielarbeit, Kurzreferaten sowie Ergebnis­diskussionen zu Bilanz, GuV und zentralen Kennzahlen

So funktioniert HAPTUS in 49 Sekunden

HAPTUS folgt einer klar strukturierten Dramaturgie, wie sie für Lern-, Entwicklungs- und Transformations­prozesse charakteristisch ist. Die animierte Strukturvisualisierung gibt hierfür einen kompakten Einblick.

Videodauer: 00:49 Min.

Warum HAPTUS wirkt

Entscheiden in komplexen Handlungssituationen

Unternehmen sind komplexe, vernetzte und dynamische Systeme. Entscheidungen wirken bereichsüber­greifend und oft zeitversetzt. Lineare Ursache-Wirkungs-Vorstellungen greifen dabei zu kurz.

Herausforderung: Kleine Eingriffe können erhebliche Nebenwirkungen entfalten und an anderer Stelle neue Instabilitäten auslösen.

Tragfähige Entscheidungsfähigkeit erfordert daher unvoreingenommenes und systemisches Denken statt isolierter Einzeloptimierung.

Haptischer Entscheidungs- und Erfahrungsraum

Anders als digitale Simulationen schafft HAPTUS einen physisch erfahrbaren Entscheidungsraum. Das haptische Planspiel-Board macht Wertschöpfung, bereichsübergreifende Zusammenhänge und Finanzlogik sichtbar und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.

Erleben: Die Teilnehmenden durchlaufen mehrere aufeinanderfolgende Geschäftsjahre und erfahren, wie sich Entscheidungen unter Wettbewerbsdruck, Unsicherheit und Zeitverzögerung entfalten. Externe Ereignisse, dynamische Marktbedingungen und mehrdeutige Entscheidungssituationen erzeugen eine realitätsnahe Komplexität. Konsequenzen werden sichtbar, Ressourcenknappheit greifbar und Verhandlungen sozial spürbar.

Die Verantwortung für Entscheidungen und ihre Folgen wird dabei reflektiert, erprobt und verinnerlicht.

Wissenschaftliche Fundierung

HAPTUS verbindet zentrale Forschungs­linien zu einer integrierten Lernarchitektur:

Erfahrungslernen: Handeln, Reflexion und Transfer strukturieren den Lernprozess.

Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan): Lernen wird durch das Erleben von Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit gefördert. Dies stärkt intrinsische Motivation und nachhaltige Lernbereitschaft.

Komplexitätsforschung: Vernetztheit, Rückkopplungen und Zeitverzögerungen werden systematisch berücksichtigt.

Verhaltensökonomie: Unternehmerische Entscheidungsprozesse werden unter fundamentaler Unsicherheit durch begrenzte Rationalität und adaptive Heuristiken mitgeprägt.

Innovationsdramaturgie nach dem Heldenprinzip: Als didaktische Leitstruktur orientiert sich HAPTUS an einem universalen Dramaturgiemodell zur Beschreibung typischer Phasen von Transformations- und Lernprozessen. Dieses Modell wurde im Rahmen eines interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekts (ZIW UdK Berlin / HTW Berlin) entwickelt und systematisiert.

Die theoretischen Grundlagen bilden das didaktische Fundament der HAPTUS Unternehmensplanspiele.

Nächster Schritt

Wenn Sie prüfen möchten, ob dieser Lernansatz zu Ihrem Entwicklungsziel und Ihrem organisatorischen Kontext passt, stehen Ihnen zwei nächste Schritte offen:

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