Konzept & Ablauf
Konzept & Ablauf

Konzept und Ablauf

Die HAPTUS Unternehmensplanspiele basieren auf einer wissenschaftlich fundierten Lernarchitektur, die komplexe Unternehmens­mechanismen haptisch erfahrbar macht. Unternehmerische Verantwortung wird nicht nur erläutert, sondern im eigenen Entscheiden unmittelbar erlebt und verinnerlicht.



Videodauer: 00:49 Min.

Ausgangsproblem: Entscheiden in komplexen Systemen

Ausgangspunkt: Unternehmen sind komplexe, adaptive Systeme. Entscheidungen wirken bereichsübergreifend und zeitversetzt. Lineare Ursache-Wirkungs-Modelle greifen zu kurz.

Herausforderung: Kleine Eingriffe können große Nebenwirkungen entfalten, scheinbar logische Maßnahmen können andere Bereiche destabilisieren.

Entscheidungsfähigkeit erfordert systemisches Denken statt isolierter Einzeloptimierung.

Haptischer Entscheidungs- und Erfahrungsraum

Anders als bei digitalen Simulationen schafft HAPTUS einen physisch erfahrbaren Entscheidungsraum, in dem ein haptisches Planspiel-Board Wertschöpfung, Funktionsbereiche und Finanzlogik sichtbar und begreifbar macht.

Erleben: Die Teilnehmenden durchlaufen im Planspiel mehrere aufeinanderfolgende Geschäftsjahre und erleben unmittelbar, wie sich Entscheidungen über die Zeit entfalten. Externe Ereignisse, Wettbewerbsdynamik und mehrdeutige Entscheidungssituationen erzeugen eine hohe Entscheidungsintensität und realitätsnahe Komplexität. Konsequenzen werden sichtbar, Ressourcenverschiebungen greifbar und Verhandlungen sozial spürbar.

Unternehmerische Verantwortung wird nicht nur reflektiert, sondern unmittelbar erlebt – im Wettbewerb, im Dialog und unter realitätsnaher Entscheidungsdichte.

Organisatorische Eckdaten

Dauer: 2–4 Tage

Teilnehmendenzahl: 8–16 Personen.

Einsatzlogik: einzelnes Planspielseminar oder zertifizierte Planspielreihe mit zwei Planspielmodulen

Durchführung: Inhouse, trainergeführt und auf die Zielsetzung sowie den Teilnehmerkreis abgestimmt.

Wissenschaftliche Fundierung

HAPTUS verbindet zentrale Forschungslinien zu einer integrierten Lernarchitektur:

Erfahrungslernen: Handeln, Reflexion und Transfer strukturieren den Lernprozess.

Komplexitätsforschung: Vernetztheit, Rückkopplungen und Zeitverzögerungen werden systematisch berücksichtigt.

Verhaltensökonomie: Unternehmerische Entscheidungsprozesse werden durch Entscheidungsverzerrungen, begrenzte Rationalität und adaptive Strategien mitbestimmt.

Innovationsdramaturgie nach dem Heldenprinzip: Als übergeordnete Struktur orientiert sich HAPTUS an einer universalen Dramaturgie zur Beschreibung typischer Phasen von Transformations- und Lernprozessen. Dieses Modell wurde im Rahmen eines interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekts (ZIW UdK Berlin / HTW Berlin) entwickelt und systematisiert.

Die theoretischen Grundlagen bleiben dabei nicht abstrakt, sondern werden im Planspiel handlungswirksam und konkret erfahrbar.

Nächster Schritt

Wenn Sie prüfen möchten, ob dieser Lernansatz zu Ihrem Entwicklungsziel und Ihrem organisatorischen Kontext passt, stehen Ihnen zwei nächste Schritte offen:

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