Praxisbeispiele
Praxisbeispiele

Drei Praxisbeispiele für den Einsatz der HAPTUS-Unternehmensplanspiele

Konkrete Einblicke in die HAPTUS-Praxis: Die anonymisierten Beispiele zeigen unterschiedliche Einsatzkontexte, Zielsetzungen und Lernbeiträge des Unternehmensplanspiels.

Praxisbeispiel 1

Das Young-Manager-Programm

Das kaufmännische Fundament angehender Führungskräfte

HAPTUS-Unternehmensplanspiel als Abschlussmodul eines Young-Manager-Programms

17 Jahre im Einsatz – als festes Abschlussmodul des zentralen Young-Manager-Programms eines DAX-notierten deutschen Industriekonzerns.

Lernbeiträge im Planspiel

  • Unternehmerische Verantwortung übernehmen:
    Die Teilnehmenden steuern ein Unternehmen und setzen sich mit den wirtschaftlichen Folgen ihrer Entscheidungen auseinander.
  • Ganzheitlicher Blick:
    Die Wechselwirkungen zwischen Wettbewerb, Markt, Leistungserstellung, Kosten, Liquidität und Ertragskraft werden sichtbar und gemeinsam ausgewertet.
  • Entscheidungen reflektieren:
    Handlungsoptionen werden im Team abgewogen und anhand ihrer betrieblichen, finanziellen und strategischen Folgen beurteilt.
Projektkontext und Zielsetzung

HAPTUS war über einen Zeitraum von 17 Jahren fester Bestandteil des zentral gesteuerten Young-Manager-Programms eines DAX-notierten deutschen Industriekonzerns. Das konzernweite Personalentwicklungsprogramm bot engagierten Nachwuchskräften aus unterschiedlichen Konzernbereichen die Möglichkeit, sich auf künftige Führungsaufgaben vorzubereiten.

HAPTUS bildete das praxisorientierte Abschlussmodul des insgesamt rund eineinhalbjährigen Programms. Ziel war es, ein fundiertes Verständnis betriebswirtschaftlicher Wirkungszusammenhänge zu fördern und unternehmerisches Denken, finanzielle Steuerungskompetenz sowie reflektierte Entscheidungsfähigkeit weiterzuentwickeln.

Insgesamt kam HAPTUS vom ersten bis zum 56. Programmdurchlauf zum Einsatz. Dies dokumentiert die langfristige Verankerung des Formats im Young-Manager-Programm.

Praxisbeispiel 2

Die Qualifizierung eines Gesamtbetriebsrats

Finanzkennzahlen entschlüsseln und eine gemeinsame Gesprächsgrundlage schaffen

HAPTUS-Unternehmensplanspiel zur kaufmännischen Qualifizierung eines Gesamtbetriebsrats

Eingesetzt für den Gesamtbetriebsrat eines international tätigen DAX-Wissenschafts- und Technologiekonzerns mit forschungsintensiven Geschäftsbereichen.

Lernbeiträge im Planspiel

  • Kennzahlenlogik nachvollziehen:
    Finanzkennzahlen werden in ihrer Entstehung, Aussagekraft und gegenseitigen Abhängigkeit verständlich.
  • Unternehmerische Steuerungslogik erschließen:
    Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage werden als miteinander verbundene Folgen unternehmerischer Entscheidungen betrachtet.
  • Gemeinsame Gesprächsgrundlage entwickeln:
    Betriebswirtschaftliche Begriffe und Zusammenhänge werden geklärt und für sachliche Diskussionen über die wirtschaftliche Entwicklung anschlussfähig gemacht.
Projektkontext und Zielsetzung

In einem international tätigen DAX-Wissenschafts- und Technologiekonzern mit forschungsintensiven Geschäftsbereichen sollte das kaufmännische Verständnis des Gesamtbetriebsrats vertieft werden. Ziel war es, finanzielle Zusammenhänge transparent zu machen und eine gemeinsame fachliche Grundlage für den Dialog mit der Unternehmensleitung zu schaffen.

Am haptischen Planspielboard wurde sichtbar, wie Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Cashflow zusammenhängen und durch unternehmerische Entscheidungen beeinflusst werden. Finanzkennzahlen wurden dadurch in ihrer Entstehung, Aussagekraft und Funktion für die Unternehmenssteuerung nachvollziehbar.

Im Planspiel konnten wirtschaftliche Entwicklung, Investitionen und Zukunftsfähigkeit auf einer gemeinsamen betriebswirtschaftlichen Grundlage diskutiert werden.

Praxisbeispiel 3

Die Working-Capital-Sensibilisierung

Working Capital als bereichsübergreifende Steuerungsgröße verstehen

HAPTUS-Unternehmensplanspiel zur Working-Capital-Sensibilisierung

Eingesetzt zur Sensibilisierung von Führungskräften eines international tätigen Materialtechnologieunternehmens mit hoher Kapitalbindung entlang der Wertschöpfungskette.

Lernbeiträge im Planspiel

  • Kapitalbindung verstehen:
    Bestände, Forderungen und Verbindlichkeiten werden als zentrale Bestandteile des Working Capital erkennbar.
  • Steuerungshebel einordnen:
    Die Teilnehmenden erleben, wie Bestände, Forderungslaufzeiten und Zahlungsziele Liquidität und Kapitalbindung beeinflussen.
  • Bereichsübergreifende Zusammenhänge erkennen:
    Working Capital wird als Ergebnis von Entscheidungen in Einkauf, Produktion, Vertrieb, Logistik und Finanzbereich nachvollziehbar.
Projektkontext und Zielsetzung

In einem international tätigen Materialtechnologieunternehmen mit hoher Material- und Kapitalintensität sollte das Bewusstsein für die betriebswirtschaftliche Bedeutung des Working Capital geschärft werden. Ziel war es, Führungskräften aufzuzeigen, wie operative Entscheidungen entlang der Wertschöpfungskette Kapitalbindung, Liquidität und Kapitaleffizienz beeinflussen.

Am haptischen Planspielboard wurde unmittelbar erfahrbar, wie Bestände, Forderungen, Verbindlichkeiten und Durchlaufzeiten zusammenwirken. Dabei wurde nachvollziehbar, dass Working Capital nicht ausschließlich eine finanzielle Kennzahl ist, sondern durch bereichsübergreifende Entscheidungen in Einkauf, Produktion, Vertrieb und Logistik beeinflusst wird.

Wie HAPTUS Lernen und Praxistransfer vorbereitet

Die HAPTUS-Lernarchitektur verbindet gemeinsames Entscheiden, sichtbare betriebswirtschaftliche Folgen, fachliche Einordnung und moderierte Reflexion. Der Bezug zu realen Führungs-, Steuerungs- und Entscheidungssituationen wird im Transfergespräch gezielt hergestellt.

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